MadMoselle Scootacular 2026
Vorbei war es mit der Ruhe an der Mosel. Jedenfalls für zwei Tage im kalten, grauen Februar. An der romantischen Moselschleife – in Leiwen, wo der Urlauber gern Beige trägt und mit Blick auf die weichen Hügel seinen Riesling genießt – traf sich die europäische Scooter-Szene zum „MadMoselle Scootacular“.
Damit war es auch vorbei mit der quälenden Langeweile im Februar, die das Ende des Scooterist Meltdown im Veranstaltungskalender hinterlassen hat. Marcus und Mareike hatten mit dem Winterrun im Atomkraftwerk eine neue Art von Veranstaltung im Rollerbereich gefunden – und mit dessen Erfolg die Latte für neue Events auf die oberste Sprosse gelegt. Umso größer waren die Erwartungen der Gäste und die Nervosität der Veranstalter.
Perfekter Start ins Rollerjahr
Um es kurz zu machen: Der Scooterist Meltdown hat einen absolut würdigen und gleichwertigen Nachfolger gefunden. Mit dem Feriendorf „Eurostrand“ ist die Location zwar etwas kleiner als in Kalkar, aber erstens immer noch groß genug, um eine Veranstaltung mit über 1000 Besuchern durchzuführen, und zweitens sind Unterkünfte und Verpflegung auf einem deutlich höheren Niveau.
Customshow und Tradeshow waren in unterschiedlichen Räumen untergebracht. Beide Bereiche wurden jeweils mit einer eigenen, sehr gut organisierten Getränkeversorgung ausgestattet. In einer Schwimmhalle wurde die Poolparty organisiert und schloss das Gebäudekarree um den Innenhof. Dort fand sich – neben vielen Sitzgelegenheiten – ein Zelt mit dem Leistungsprüfstand.
Ungefähr 40 verschiedene Händler präsentierten ihre Produkte auf der Tradeshow. An der Customshow nahmen rund 50 Roller teil. In beiden Hallen traf sich das Who’s who aus Großbritannien, Italien, Österreich und Deutschland. Das Teilnehmerfeld war sehr stark und in dieser Qualität selten zu finden. Den begehrten „Best of Show“-Pokal nahm David Buderus aus Nürnberg mit nach Hause. Seine als Hommage an den Mazda 787B umgebaute Vespa PX hat damit im vergangenen Jahr so ziemlich jeden Pokal abgeräumt, den man sich nur vorstellen kann. Herzlichen Glückwunsch!
Beim Major Power Award gab es ebenfalls spektakuläre Leistungen zu bewundern: Gleich vier Roller lieferten 60 PS oder mehr. Das Highlight war die Zweizylinder-Lambretta des Rimini Lambretta Center. Micky und Lorenzo haben noch einmal nachgeschärft und 92 PS am Hinterrad auf die Rolle gedrückt.
Soul, Techno und Livemusik
Am Abend konnte in zwei Räumen gefeiert werden. Der Mainfloor war der klassischen Soul-Musik vorbehalten. Das Besondere hier: Der Raum hatte eine offene zweite Etage. Über eine Balustrade konnte man das Geschehen auf der Tanzfläche verfolgen – oder sich in bequeme Sessel vor die Cocktailbar setzen. Als zweiter Nighterraum wurde das Restaurant umgebaut. Hier wurde von Powerpop bis Techno alles geboten. Als Höhepunkt trat am Samstagabend die „Backyard Band“ aus Köln auf. Beide Nighter und das Konzert waren gut besucht, und die Tanzfläche blieb bis zum Ende gut gefüllt.
Marcus Broix zeigte sich nach der Veranstaltung sehr zufrieden. Die Betten waren früh ausverkauft, und an der Tageskasse lösten viele Gäste ein Ticket für die Shows am Samstag. Die Resonanz der rund 1.000 Besucher war sehr positiv. Die hohe Qualität der Verpflegung ließ das Wunderland von Kalkar schnell vergessen. Die Aussteller waren glücklich, die Stimmung auf der abendlichen Party hervorragend – alles in allem ein großer Erfolg. Damit fielen den Veranstaltern gleich mehrere Steine vom Herzen.
Wir als Besucher und Aussteller können nur hoffen, dass es 2027 eine Fortsetzung dieses Erfolgsformats gibt. Besser kann man das Rollerjahr nicht beginnen. Von daher: 1000 Dank an das Spirit-of-84-Team für dieses grandiose Wochenende. Wir kommen wieder – keine Frage!
P.S. Außerdem konnten wir unsere neue Custom-Lambretta einem großen und fachkundigen Publikum präsentieren.
Ergebnisse Custom Show
Best of Show
PX Mazda, David Buderus
NSU Lambretta, Kris Szews
Best Vespa
Road Runner, Heiko Ruepp
PX „Tempo“, Maik
Best Lambretta
TV 175, Marco Pennesi
Lui, Dean Orton
Best Custom
Lambretta GP, Dredd
Lambretta Chopper, Alex Frischauf
Best Oddity
Vespa Chopper, Klaus Rollerlöwen
Lambretta D, Lid
Best Vintage
Hoffmann Königin Polizei, Rennstaffel
TV 175 Framebreather, Fillip
Best Engineering
Lambretta Delirio, Casa Performance
V50 Special, Jonas Kraft
Best Original Paint Resto
49er Hoffmann
TBB VH 53
Best Original Paint Custom
Heart in Danger, Bengt Lange / Andreas Zühlke
Enola Gay, Stoffi
Major Power Award
Best Lambretta:
JB Tuning (51 PS)
Best Vespa Smallframe:
Dexter Racing (43,5 PS)
Best Vespa Largeframe:
Jonas Kraft (43,3 PS)
Best Vintage Class:
Torre (30,1 PS)
Best Lambretta Special Engine:
Casa Performance (92 PS)
Best Vespa Special Engine:
Jesco Schmidt (83,7 PS)