© Copyright: Vespa Tecnica - CLD LIBRI - SEC SRL
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Die Vespa 50 Elestart war ein Pioniermodell unter den Vespas, da sie als erste über einen elektrischen Starter und eine 12-Volt-Lichtanlage verfügte. Basierend auf dem Dynastartprinzip fungierte bei dieser Vespa der Generator zugleich als Startermotor, was das Anlassen des Motors ohne den herkömmlichen Kickstarter ermöglichte – ein einfacher Dreh des Zündschlüssels im Lenkerkopf genügte. Im Gegensatz zur „normalen“ Vespa 50N oder der Special-Version, verfügte die Vespa Elestart zusätzlich über eine Klappe an der linken hinteren Seite. Hinter dieser Klappe verbargen sich die elektrischen Komponenten des Dynastarters sowie zwei in Reihe geschaltete 6-Volt-Batterien. Diese Besonderheit machte die kleine Vespa zu einem einzigartigen Modell innerhalb der Smallframe-Vespa-Familie.
Die Vespa 50 Special Elestart wurde unter den Modellbezeichnungen V5A3T und V5B2T, jeweils mit einem 3-Gang-Getriebe, hergestellt und erhielt im letzten Produktionsjahr 1976 als Modell V5B4T ein 4-Gang-Getriebe. In den deutschen Typblättern zur Vespa 50 sind die Elestart-Modelle als „Ausführung C“ klassifiziert. Dabei weicht die Motorbezeichnung der 4-Gang-Version von den italienischen Modellen ab, bei denen der Motor als V5B4M geführt wird, und erhält stattdessen das Motorpräfix V5A5M. Bis 1973 zierte die Vespa 50 ein zweizeiliger, verchromter Schriftzug „Vespa 50“ am Beinschild, der in einer schräggestellten, geschwungenen Schriftart gehalten war. Ab dem Jahr 1973/74 wechselte man zu „vespa“ in einer moderneren Blockschrift. Am Heck, oberhalb des Rücklichts, prangte bis 1973 der geschwungene Schriftzug „Elestart“, unterstrichen von einem Blitzsymbol unter dem zweiten „e“. Dies änderte sich ab 1973/74 zu „50 elestart“, ebenfalls in der neueren Blockschrift.
Der Motor entspricht dem der Special-Version, wurde jedoch angepasst, um mit einem Bosch Stator zu arbeiten, der als Dynamo dient und den Anlassermotor beim Starten antreibt.
Der Elektrostarter der Vespa V 50 Elestart unterschied sich fundamental von dem der späteren PK-Modelle. Es handelte sich um einen Dynastarter von Bosch, der sowohl als Generator als auch als Startermotor diente. Diese „Lichtmaschine“ oder „Schwunglichtmagnetzünder“ ersetzte somit die traditionelle Kombination aus separatem Generator und Startermotor, wie sie bei der PK-Elestart zu finden war, wo ein kleiner Startermotor über ein Ritzel in eine Verzahnung am äußeren Rand des Lüfterrads eingriff.
Interessanterweise war der Spannungsregler dieser Lichtmaschine identisch mit dem eines VW Käfers. Das Lüfterrad der Elestart, im Gegensatz zu den Standardmodellen, enthielt keine Dauermagneten. Stattdessen waren die Spulen direkt am Lüfterrad montiert und nicht, wie üblich, auf der Grundplatte befestigt. Der elektrische Kontakt zur Grundplatte wurde über Kohlebürsten hergestellt. Diese Konstruktion führte zu einem schweren Lüfterrad und einem längeren sowie dünneren Kurbelwellenstumpf im Vergleich zur Standardkurbelwelle, was die Anfälligkeit für Torsionsbrüche, also abgerissene Kurbelwellen, erhöhte. Aufgrund dieser Besonderheit wurde generell von jeglichem Tuning der Elestart abgeraten, da die Gefahr bestand, dass bei einem Defekt keine Ersatzkurbelwellen verfügbar waren.
Unter dem linken Seitendeckel befanden sich ursprünglich zwei in Reihe geschaltete 6-Volt-Blockbatterien mit 9,5 Ah. Es bestand jedoch die Möglichkeit, diese durch zwei parallel geschaltete 12-Volt-Batterien mit 5,5 Ah zu ersetzen, was regelmäßiges Fahren zur Vermeidung gegenseitiger Entladung der Batterien erforderlich machte, oder eine neue Halterung für eine einzelne größere 12-Volt-Batterie zu konstruieren.
Ein Zündfunken konnte nur mit einer aufgeladenen und angeschlossenen Batterie erzeugt werden. Das Zündschloss der Elestart verfügte über fünf Kontakte und drei Schalterstellungen (AUS, EIN und ZÜNDEN), im Gegensatz zum Zündschloss der Vespa Primavera ET3, welches nur drei Kontakte und zwei Positionen (AUS und EIN) hatte, wodurch ein Starten mit dem ET3-Schloss nicht möglich war. Wenn die Anlassfunktion versagte, konnte alternativ ein separater Startknopf installiert werden.
Ein charakteristisches Merkmal der Elektrik war die Nebenschlussverbindung aller Lampen (Birnen) bezüglich der Polradspulen, während die Umschalter in Serie geschaltet waren. Das Einschalten der Beleuchtung erfolgte durch Schließen statt Öffnen der entsprechenden Schaltkontakte.
Bei den ersten beiden Baureihen V5A3T und V5B2T war ein 3-Gang-Getriebe Standard, während ab der Baureihe V5B4T auf ein 4-Gang-Getriebe umgestellt wurde. Die Vespa konnte neben der originalen Auspuffanlage auch mit Alternativen wie der ET3-Banane von Piaggio oder Sito sowie der Polini-Banane ausgestattet werden. Ein besonderes Merkmal ist das Fehlen eines Kickstarters und einer Kickstarterwelle, wobei eine Nachrüstung durch Öffnen des Motors möglich ist.
Zu den spezifischen Komponenten der Vespa 50 Special Elestart zählen:
Ein Kurbelwellenkonus mit einer Unterbrechernocke
Der linke Seitendeckel, unter dem sich Batterien, das Starterrelais und der Spannungsregler befinden
Die Dynastart-Anlage, für die Ersatzteile schwer zu finden sind. Die Kohlen eines Miele-Staubsaugers können als Ersatz dienen, und der Unterbrecher lässt sich neu belegen, solange die Nocke nicht abgenutzt ist
Das Zündschloss und eine Kontrollleuchte auf dem Lenkerkopf oberhalb des Tachos, beides nicht mehr neu erhältlich
Ein anders konzipiertes, sehr schweres Lüfterrad mit größeren Schaufeln, das im Gegensatz zu Standardlüfterrädern keine Dauermagneten nutzt, sondern die Spulen direkt trägt. Ein Standard-Polradabzieher ist hierfür nicht passend
Eine spezielle Lüfterradabdeckung
Eine modifizierte kleine Motorhälfte, die ohne erheblichen Umbau nur mit einer Elestart-Zündung kompatibel ist
Eine Kurbelwelle mit einem im Vergleich zu normalen V 50 Special Modellen komplett anders gestalteten Kurbelwellenkonus, der sehr flach, fast zylindrisch ist, mit ein oder zwei Nuten nahe dem Lager. Diese Kurbelwelle, auf der direkt die Unterbrechernocke sitzt, ist ebenfalls nicht mehr neu erhältlich. Eine normale V50/PK-Kurbelwelle kann zwar eingebaut werden, allerdings ist dann die Nutzung der Dynastart-Anlage nicht mehr möglich
Schriftzüge am Heck des Fahrzeugs
Die Elestart, mit einer Produktionszahl von knapp 9000 Einheiten, zählt zu den selteneren Modellen und wird deshalb auch affectionately als „die Supersprint der Specialfahrer“ bezeichnet. In den 1970er Jahren wurde die Vespa 50 Elestart nur für eine kurze Zeit hergestellt und erzielte keine herausragenden Verkaufszahlen. Folglich sind die heute noch vorhandenen Modelle, insbesondere jene in ihrem Originalzustand, äußerst rar. Wo suchst du nach diesem Fahrzeug?
Beim Vespa-Händler deines Vertrauens
Kleinanzeigen der Lokalzeitung
Märkte und Messen wie z. B. Mostra Scambis in Italien
Onlinemarktplätze wie www.mobile.de, www.autoscout24.de usw.
Farbe | Name | Max Meyer Code | Info |
Chiaro Di Luna Metallizzato | 2.268.0108 | ||
Blu | 1.298.7490 | ||
Biancospino | 1.298.1715 | ||
Rosso Corsa | 1.298.5806 | ||
Rosso | 1.298.5847 | ||
Rosso Katmandu | 1.298.5875 | ||
Rosso Corallo | 1.298.5880 | ||
Giallo Cromo | 1.298.2933 | ||
Alluminio | 1.268.0983 | div. Anbauteile | |
Grigio | 8012M | Rostschutz/Grundierung |
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