Polizei: Mit dem E-Scooter auf Norderney

Erstellt von Dietrich Limper um 12:04 Uhr am 1. April 2022

Die Polizeidirektion Osnabrück hatte am 30. März 2022 eine Premiere zu vermelden: Auf der Nordseeinsel Norderney sind die Polizisten ab sofort auch auf zwei E-Scootern unterwegs. Eine ausgesprochen umweltfreundliche Ergänzung für den Fuhrpark. In einem einjährigen Test sollen die beiden innovativen und modernen Fahrzeuge auf dem rund 27 Quadratkilometer großen Eiland zum Einsatz kommen. Dabei wird eine induktive Lademöglichkeit benutzt, die gemeinsam mit der Firma INTIS entwickelt wurde.

E-Scooter: kabellos und ohne Stecker

Gauner aufgepasst! Ab sofort sind die Polizisten auf Norderney geräuschlos unterwegs. Die 20 km/h flinken E-Scooter der Marke Metz Moover sind rund 16 Kilogramm schwer und verfügen über eine Reichweite von ca. 20 Kilometern. Geladen werden die Fahrzeuge nicht an der Steckdose, sondern indem sie auf einer Bodenplatte geparkt werden und danach startet der Ladevorgang automatisch. Das spart Material sowie Zeit und Aufwand.

Michael Maßmann, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, ließ verlauten: „Wir sind eine moderne Bürgerpolizei und wollen jederzeit für die Menschen ansprechbar sein. Das muss auch bei der Ausgestaltung des Fuhrparks berücksichtigt werden. Und genau das tun wir. Dieses Projekt belegt einmal mehr, dass die Polizei gegenüber Innovationen aufgeschlossen ist und sich ihre gesamte Mobilität gleichzeitig immer nachhaltiger und klimafreundlicher gestaltet. Wir sind bundesweit die ersten, die induktives Laden in der Polizei schon in die Tat umsetzen. Das kann sich sehen lassen. Unser Fuhrpark in der Polizeidirektion Osnabrück wird zunehmend grüner und vereint Innovation, Ökologie und Praktikabilität.“

Politessen auf E-Rollern
Sie gleiten elegant dahin: die Polizistinnen mit den E-Scootern auf Norderney.

Seit fünf Jahren geht die Polizeidirektion Osnabrück mit ihrem Fuhrpark ganz eigene Wege: Sie setzt auf umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität. Vom Teuteburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln sind neben den zwei neuen E-Scootern bereits viele andere Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb unterwegs. 57 Elektro-Pkw, ein Wasserstoff-Streifenwagen, 45 Pedelecs, drei S-Pedelecs mit Blaulicht und Martinshorn sowie drei Elektro-Motorräder. Auf Borkum fährt ein geländegängiges E-Motorrad. Ein weiteres Highlight ist das E-Quad, welches seit gut zwei Jahren auf der Insel Juist zum Einsatz kommt.

Polizeioberrat Ingo Brickwedde, Leiter des für Norderney zuständigen Polizeikommissariats in Norden, erklärt: „Die Inseln haben stets ihre ganz besonderen Herausforderungen. Dies gilt auch bei der Wahl der Einsatzfahrzeuge. Es ist deshalb gut und richtig, dass wir ganz eigene Wege gehen und uns auch ein stückweit mit innovativen Einsatzmitteln auf den Inseln ausprobieren. Die Touristen finden es toll, dass wir als Polizei auf den Inseln schon so nachhaltig und klimafreundlich unterwegs sind. Wir haben auch da eine Vorbildfunktion.“

E-Scooter Metz Moover bei SIP Scootershop

Mit allem drum und dran liegen die Kosten für einen Polizei-E-Scooter bei rund 2.200 Euro. Auf Norderney sollen sie sich in das Gesamtbild der Insel einfügen und eine adäquate Ergänzung zu den bereits vorhanden Polizei-Pedelecs sein. Die Fahrzeuge des deutschen Herstellers Metz gibt es bei SIP Scootershop allerdings erheblich günstiger. Chip.de schwärmte im Mai 2021: „Man kann den Metz Moover durchaus als Luxus-Scooter betrachten, denn der Roller bietet einen stabilen, verzinkten Rahmen, kommt mit zwei starken Scheibenbremsen, einer rutschfesten Trittfläche aus Holz, verbauten LED-Lichtern, Luftbereifung und besitzt sogar einen kleinen Gepäckträger.“

Wer also mal erleben möchte, wie die Ordnungshüter auf Norderney unterwegs sind, kann einen Metz Moover direkt bei uns ordern. Nur mit einer halsbrecherischen Verbrecherjagd können wir nicht dienen.

Fotos: Polizei Osnabrück

Politessen und ihre Roller
Die Polizei von Norderney: Jetzt mit E-Scootern unterwegs.
Dietrich Limper
Dietrich Limper

Dietrich Limper arbeitet als Redakteur für SIP Scootershop, außerdem schreibt er für lokale und überregionale Publikationen. Wenn er nicht gerade Geocachen geht, erträgt er stoisch die betrüblichen Eskapaden von Bayer Leverkusen.