Isle of Wight: International Scooter Rally 2022
SIP Scootershop on tour

Die Isle of Wight ist eine Insel, die vor der Südküste Großbritanniens liegt und auf 381 km² die Heimat für rund 150.000 Menschen ist. Verwaltungssitz ist das Städtchen Newport mit gerade einmal gut 25.000 Einwohnern. Die zweitgrößte Stadt ist der Badeort Ryde im Nordosten des Eilands, bekannt geworden durch seinen langen Pier und die Fähren nach Portsmouth. Alles in allem ein beschauliches Städtchen am rauen Atlantik. Aber einmal im Jahr ist hier alles anders, wenn tausende Rollerfahrer den Ort in ein Mekka für die Fans von Vespas, Lambrettas, Scomadis und anderen Zweirädern verwandeln. So geschehen auch dieses Jahr wieder, und zwar vom 26. bis 29. August zur „International Scooter Rally 2022“, organisiert von der British Scooter Rallies Association (BSRA), am Flughafen Sandown.
Von Landsberg aus sind es rund 1.200 Kilometer zu dieser Location, aber diese Anreise nahmen Robert, Nico und Basti in Kauf, um SIP Scootershop auf der Insel zu repräsentieren und Freunde, Bekannte und neue Menschen zu treffen. Mittwoch um 07:15 Uhr war der SIP-Sprinter mit Custom Rollern, Produkten, Merchandise und guter Laune beladen – schon konnte die wilde Fahrt Richtung Isle of Wight starten. Viele Stunden und zwei Fährreisen später erreichte die Truppe das Veranstaltungsgelände und konnte mit dem Aufbau des Stands und der Roller beginnen. Danach todmüde ins Bett, bevor am Freitag der erste Rundgang über das Gelände gemacht werden konnte.
Rideout mit 4.000 Rollern
„Ich bin nun schon zum vierten Mal hier“, berichtet Robert, „und es ist immer wieder cool, wie freudig wir von den Veranstaltern und Teilnehmern empfangen werden. Die Leute bedanken sich einfach für unsere Arbeit und das Engagement von SIP Scootershop.“
Um die 6.000 Freunde der Zwei- und Viertakter waren laut der Organisatoren vor Ort. Alle Zeltplätze, Hotelbetten, Camping- und Glamping-Unterkünfte waren ausgebucht und die ganze Insel stand für einige Tage komplett im Zeichen der Roller und ihrer Fahrer und Fahrerinnen. Viele Händler priesen ihre Waren an. Clubs stellten sich vor. Natürlich gab es eine Show mit Custom Rollern und die hatte es Nico besonders angetan: „Alles ist natürlich Geschmackssache, doch es ist immer wieder beeindruckend, welche Mühe sich die Schrauber mit ihren Rollern geben. Die Ideen scheinen den Menschen einfach nicht auszugehen. Und da England schon immer ein Lambretta-Land war, sieht man hier viele einzigartige Modelle.“
An den Abenden gab es Feierlichkeiten rund um Live-Musik, Kaltgetränke und bekannte DJs aus der Szene. Die Briten haben bei der Musikauswahl stets ein sicheres Händchen und viele Acts, die bei den Rollerfahrern beliebt sind, kommen von der Insel. Wer nicht tanzte, unterhielt sich mit altbekannten und neuen Freunden, futterte Fish & Chips oder schaute dem bunten Treiben einfach zu.
Ein Highlight war dann natürlich die gemeinsame Ausfahrt am Sonntag, an der rund 4.000 Scooterists teilnahmen. Auch wenn Robert die Kolonne nur vom Straßenrand aus bewundern konnte, war er beeindruckt: „Es ist einfach so geil, dass diese kleine Insel an diesen Tagen von den Rollern beherrscht wird. Ich denke, wir werden nächstes Jahr einen Weg finden, um selbst mit unseren Vespas oder Lambrettas hier mitfahren zu können. Eines ist sicher: wir kommen wieder.“
Überschattet wurde das rundum gelungene Event durch den Tod des Rollerfahrers Matthias aus Hamburg, der durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Unsere Anteilnahme und Beileid gelten der Familie und Freunden.
