© Copyright: Lukas Dorsch
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Piaggio plante, die technisch überholte Vespa PX durch ein neues Modell zu ersetzen und dabei innovative Konzepte einzuführen. Die Entwicklung des neuen Modells basierte auf der PX, da man an dem bewährten Design mit selbsttragender Stahlblechkarosserie und Vollschwingenfahrwerk festhalten wollte. Ursprünglich war vorgesehen, einen wassergekühlten Viertaktmotor und ein Automatikgetriebe einzusetzen, doch diese Pläne wurden später verworfen. Einige Merkmale der damals aufkommenden Automatikroller fanden jedoch Eingang in die Vespa Cosa (ursprünglich als Vespa R, für „rinnovata“ oder „modernisiert“, geplant), darunter ein Staufach unter der Sitzbank, eine hydraulisch betätigte Integralbremsanlage und optional ein Antiblockiersystem (EBC) am Vorderrad. Die Cosa griff zudem eine für die späteren Modelle Vespa ET und Vespa GTS charakteristische Neuerung auf: die teilweise Verkleidung der Stahlblechkarosserie mit Kunststoff.
Die Vespa Cosa gilt daher als direkter Nachfolger der Vespa PX und ist das letzte neu entwickelte Vespa-Modell mit Schaltgetriebe. Die Produktion der Vespa PX lief jedoch parallel zur Cosa weiter und wurde selbst nach dem Produktionsende der Cosa fortgesetzt.
Die Vespa Cosa wurde 1987 in Italien mit Motoren von 125 und 150 ccm eingeführt, gefolgt von der Cosa 200 ein Jahr später. Der Verkauf in Deutschland begann 1988 mit den Modellen Cosa 125 und 200. Im Gegensatz zu den italienischen Modellen trugen die in Deutschland verkauften Cosa-Modelle den Vespa-Schriftzug auf der Kaskade. In Italien hingegen wurde durch den Piaggio-Schriftzug signalisiert, dass die Cosa kein traditionelles Vespa-Modell mehr darstellte. In Deutschland war die Cosa 200 sowohl mit einem 12-PS-Motor als auch mit einem leistungsschwächeren 10-PS-Motor erhältlich. Der 10-PS-Motor verfügte über abgeänderte Steuerzeiten und bot damit den Vorteil einer günstigeren Versicherung.
Die Modellreihe der Vespa Cosa lässt sich in zwei Generationen einteilen. Die erste Generation wurde von 1988 bis 1991 produziert, woraufhin ab 1992 die zweite Generation folgte. Diese ist bekannt als Cosa 2 oder Cosa FL, wobei FL für „Facelift“ steht.
Technisch gesehen waren beide Generationen weitgehend identisch, mit denselben Motorvarianten in beiden Ausführungen. Es gab jedoch einige Modifikationen: Die Kupplung wurde leichtgängiger gestaltet, das Getriebe erhielt einen neuen Seilzug für einfacheres Schalten, und die Instrumente wurden neu gestaltet. Auch optisch gab es Unterschiede, etwa bei der Position des Schlusslichts, das nun oberhalb des Nummernschilds und direkt unter der Sitzbank angebracht war, sowie beim Nummernschildträger und der Sitzbank. Die Sitzbank der Cosa 1 hatte ein seitliches Schloss und ähnelte stärker der PX, während die Sitzbank der Cosa FL breiter und komfortabler war, mit anderen Haltegriffen und einem hinten angebrachten Schloss, das sich in einem zusätzlich lackierten Bereich befand.
Alle Varianten der Cosa-Reihe waren mit einem gebläsegekühlten Zweitaktmotor ausgestattet, der über drei Überströmkanäle und eine Einlassregelung mittels Drehschieber verfügte. Die Schaltung erfolgte über eine Ziehkeilschaltung mit vier Gängen, die durch einen Drehschaltgriff am linken Lenkerende bedient wurde.
Der Motor der Vespa Cosa basiert grundsätzlich auf dem Motor der Vespa-PX-Reihe, wobei er einige Weiterentwicklungen aufweist. Obwohl die inneren Komponenten des Motors bei beiden Modellreihen weitestgehend identisch sind, gibt es Unterschiede in den Motorgehäusen in drei wesentlichen Aspekten:
Die Schwingenaufnahme der Cosa ist breiter als bei der PX.
Die Aufnahme für das hintere Federbein am Motorgehäuse wurde modifiziert, da das hintere Federbein der Cosa länger ist als das der PX.
Die Halterung für die hintere Bremsankerplatte ist anders gestaltet, um den Radbremszylinder der Bremse aufzunehmen.
Darüber hinaus verfügte der Vergaser der Cosa standardmäßig über einen elektrischen Benzinhahn und eine Startautomatik – beides Neuerungen in der Welt der Vespa-Roller. Ein weiteres innovatives Merkmal war der elektronische Drehzahlmesser mit Analoganzeige, der zentral in der überarbeiteten Instrumententafel angebracht wurde. Zuvor war lediglich die Vespa T5 mit einem Drehzahlmesser ausgestattet, der anfangs digital und in späteren Modellen analog ausgeführt war.
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Kleinanzeigen der Lokalzeitung
Märkte und Messen wie z. B. Mostra Scambis in Italien
Onlinemarktplätze wie www.mobile.de, www.autoscout24.de usw.
Die erste Generation der Vespa Cosa, bekannt als Cosa 1 (mit den Schriftzügen CLX, CL und bei 200er-Modellen auch GS), wurde von 1987 bis 1991 produziert. Anschließend kam das überarbeitete Modell, die Cosa 2 (gekennzeichnet durch die Schriftzüge FL, GS oder Stern), mit zahlreichen Neuerungen auf den Markt:
Die Sitzbank wurde breiter gestaltet, mit veränderten Haltegriffen und einem anders positionierten Sitzbankschloss. Die hintere Sitzverkleidung war in der jeweiligen Rollerfarbe lackiert.
Die Fußmatte bedeckt nun vollständig den Trittbretttunnel. Die Farbe der Gummimatten und unlackierten Kunststoffverkleidungen wechselte zu dunkelgrau (im Vergleich zum Schwarz/Anthrazit der Cosa 1).
Das Design der Außenspiegel wurde überarbeitet, sie sind nun im oberen Bereich nicht mehr lackiert.
Aufgrund der geänderten Fußmatte wurde das Typenschild von der rechten Seite des Trittbretttunnels in die Mitte unter der Sitzbank verlegt.
Die zwei Schaltseilzüge wurden durch einen einzelnen festen Schaltzug (Draht) ersetzt, was präzisere Schaltvorgänge ermöglichte. Dadurch änderte sich auch die Schaltraste.
Eine verbesserte Kupplung, die weniger Kraft zum Auskuppeln benötigte, kam zum Einsatz.
Das Kombiinstrument erhielt ein neues Design und umfasste nun auch eine Kontrollleuchte für den Ölstand im Öltank.
Die obere Lenkerverkleidung bestand nun aus zwei Teilen, einem lackierten und einem unlackierten.
Statt großer Radzierblenden wurden nur noch schmale, graue Kunststoffringe verwendet.
Die Abdeckung der Vorderachsschwinge wurde reduziert, sodass nur noch zwei kleine Abdeckungen an den Drehpunkten vorhanden waren.
Ab dem Modelljahr 1996 wurde ein Zylinder aus Aluminium verbaut, um die Zuverlässigkeit zu verbessern. Mit diesem neuen Zylinder änderte sich auch der Anschluss für den Auspuff, sodass bei einer Umrüstung auf den neuen Zylinder auch ein neuer Auspuff erforderlich war.
Die Cosa konnte nun auch mit einem Antiblockiersystem bestellt werden.
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