© Copyright: Vespa Tecnica - CLD LIBRI - SEC SRL
© Copyright: Vespa Tecnica - CLD LIBRI - SEC SRL
Die Vespa 50N wurde in einer Zeit eingeführt, in der motorisierte Zweiräder in Europa immer beliebter wurden. Sie war als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach kleinen, wirtschaftlichen und einfach zu fahrenden Fahrzeugen konzipiert, und durfte in Italien ab 14 Jahre ohne Führerschein gefahren werden. Die Vespa 50N zeichnete sich durch ein kompaktes und funktionales Design aus. Sie hatte einen kleinen, effizienten Zweitaktmotor und war für ihre Einfachheit und Zuverlässigkeit bekannt. Ihr Design war typisch für die Vespa-Linie mit einer geschwungenen Karosserie und einem einzelnen Frontscheinwerfer. Die Einführung der Vespa 50N trug dazu bei, die Marke Vespa als einen der führenden Hersteller von Motorrollern zu etablieren. Ihr Einfluss ist bis heute in modernen Vespa-Modellen zu sehen, die immer noch Elemente des klassischen Designs beibehalten.
Die Vespa 50 wurde erstmals in den frühen 1960er Jahren eingeführt. Das N 50-Modell, das für „Nuova“ (Neu) steht, kam etwas später und bot einige Verbesserungen gegenüber den früheren Versionen. Der Rahmen der Vespa bleibt bis zum Modelljahr 1964 unverändert. Bei Modellen mit der Rahmennummer 70240 bis 92876 wurde jedoch der Ansatz der Motorhaube modifiziert. Eine weitere Änderung erfolgte ab der Rahmennummer 49127, bei der ein neues Rücklicht, vollständig aus rotem Plastik gefertigt, eingebaut wurde.
Ein weiterer bedeutender Schritt in der Entwicklung des Modells war die Vergrößerung der Klappe ab der Rahmennummer 92877. Diese Anpassung zielte darauf ab, Wartungsarbeiten zu erleichtern, und führte zur Einführung des Modells 50N „unificato“ (vereinheitlicht).
Im Jahr 1967 gab es eine zusätzliche signifikante Änderung: Der Radstand wurde verlängert, was zur Entstehung des Modells 50N „allungata“ (verlängert) führte. Diese Entwicklung spiegelte das Bestreben wider, die Funktionalität und den Komfort des Rollers weiter zu verbessern.
Bei den frühen Vespa-Modellen war ein großes Typenschild rechts am Tunnel angebracht, ergänzt durch ein kleines Aluminiumschild mit der Fahrgestellnummer, das hinten am Kickstarter, liegend auf dem Trittblech, aufgenietet war.
Interessanterweise unterschieden sich die Fahrgestellnummern je nach Herkunftsland. Die italienischen Modelle hatten ihre Nummer in die Karosserie bei der Seitenklappe eingeschlagen, während die deutschen Modelle (mit den Nummern von 800001 bis etwa 803###) die Nummern auf beiden Typenschildern aufwiesen.
Die ganz frühen Erstserienmodelle zeichneten sich durch eine Strichmarkierung statt eines Punktes am Lenkkopf/Schaltrohr aus. Ein weiteres Merkmal war das Nummernschildhalteblech, das in der Farbe des Rahmens gehalten und mit zwei (oder möglicherweise vier) Schrauben befestigt war.
Die Beleuchtung dieser Modelle umfasste ein Schwanenhalsrücklicht der Marke Hella ohne Bremslicht. Die letzten Ausführungen des Jahres 1965 waren jedoch bereits mit einem eckigen Siem-Rücklicht und einem großen Reflektor mit Aluminiumrahmen ausgestattet, ähnlich den späteren deutschen Modellen, aber ebenfalls ohne Bremslicht.
Für den Scheinwerfer wurde eine Bilux-Birne mit 6 V/25/25 W verwendet (die italienische Version hatte eine Birne und eine Sofitte, jeweils 6 V/15 W). Alle Modelle waren standardmäßig mit einer Zweimann-Sitzbank ausgestattet, entweder von Aquila Continentale oder Aquila Made in Italy.
Die Räder waren 10 Zoll groß und hatten Vierlochfelgen, wobei die erste italienische Serie generell 9-Zoll-Räder hatte. Alle Modelle verfügten über einen Tacho mit einem viereckigen Emblem (in der italienischen Version war dies eine Sonderausstattung).
Besonders bei der deutschen ersten Serie waren die Trittleistengummis anders als die heute erhältlichen. Die Leisten waren sowohl breiter als auch länger, und die ersten zwei (oder drei) Befestigungslöcher pro Leiste waren vorne vernietet. Die heutzutage erhältlichen Gummitrittleisten passen im vorderen Bereich nicht, da sie einen Lochabstand von 80 mm mehr als die italienische Ausführung haben.
Die Vespa 50 wurde mit einem kleinen, sparsamen Zweitaktmotor ausgestattet, der für städtische Umgebungen ideal war. Diese Motoren waren in der Regel recht robust und einfach zu warten. Die Produktion der 50N Serie setzte sich bis einschließlich 1965 fort, wobei der Motor während dieses Zeitraums keine wesentlichen Änderungen erfuhr. Der Zugang zum Motor, der sich hinter einer Klappe in der motorseitigen Verkleidung befindet, ist eher suboptimal gestaltet. Außerdem wurde das Motordesign überarbeitet: Der Zylinder ist nun nicht mehr horizontal, sondern in einem Winkel von 45° angebracht. Darüber hinaus befindet sich die Kupplung nicht mehr direkt auf der Kurbelwelle, was deutlich erweiterte Optionen für Modifikationen und Tuning bietet.
Ab dem Jahr 1966 jedoch wurden verschiedene Modifikationen eingeführt. Unter diesen Änderungen war eine Anpassung des Motorgehäuses, um es den Modellen mit größerem Hubraum anzugleichen. Ein markantes Merkmal dieser Überarbeitung war die Vergrößerung der Öffnung am Motorgehäuse für den Zylinder, was zu einem größeren Zylinderfuß führte. Zudem wurde die Schaltung überarbeitet und durch ein neues 4-armiges Schaltkreuz ersetzt. Ein weiteres Merkmal dieser neuen Variante war die Verwendung einer Zylinder-Kühlhaube aus Plastik, was eine Neuerung in der Konstruktion darstellte.
Der Motor der frühen Vespa-Modelle ist minimal schmaler als bei späteren Ausführungen. Ein interessantes Detail ist, dass der Silentgummi in Fahrtrichtung links einen geringeren Außendurchmesser als der auf der rechten Seite hat. Der Lüftungskanal dieser Modelle ist kleiner dimensioniert, was zu unterschiedlichen Designs bei der Zylinderhaube und der Lüfterrad-Abdeckung führt. Die Zylinderhaube dieser Modelle ist aus Blech gefertigt.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist das kleine Polrad mit zwei Fenstern und einer runden, angeschraubten Aluminiumkranz-Abdeckung, die mit einer Papierdichtung versehen ist. Die Zündspule, die sich im Inneren befindet, neigt oft zu Problemen, weshalb sie bei einem Neuaufbau häufig ausgetauscht wird.
Bei der Zylinderfußaufnahme und dem Zylinderfuß beträgt der Durchmesser 56 mm. Für das Tuning gibt es verschiedene Möglichkeiten, entweder durch Anpassen des Zylinderfußes auf 56 mm Durchmesser bei Zylindern bis 85 ccm/50 mm Bohrung oder durch Aufspindeln des Motorgehäuses auf 61 mm.
Interessanterweise befindet sich die „Nase“ am Zylinder, an der die Lüfterrad-Abdeckung befestigt wird, an einer anderen Position. Bei Tuningmaßnahmen wird diese oft entfernt und stattdessen eine Mutter an der Abdeckung des Lüfterrades angebracht.
Die Schaltklaue der frühen Modelle hat nur zwei Arme und einen anderen Durchmesser als die späteren Klauen. Auch die Haupt- und Nebenwelle unterscheiden sich von späteren Modellen. Unter dem Kickstarter-Ritzel befindet sich eine Blattfeder, die jedoch anfällig für Brüche ist und daher bei einer Motorrevision durch eine Drahtfeder der späteren Modelle ersetzt werden sollte.
Bei einigen frühen Serienmodellen ist das Sekundär eventuell mit einer Wellenmutter mit Sicherungsscheibe statt eines Sicherungsrings ausgestattet. Ein Umbau auf die normale Kickstarterritzelfeder ist dann nicht ohne Weiteres möglich.
Von der Weiterverwendung der originalen Kurbelwelle, erkennbar an den runden Wuchtbohrungen, wird abgeraten, da die Pleuel der ersten Serie zu viel Spiel haben und an den Kurbelwellenwangen schleifen könnten.
Das Lager der Antriebswelle ist ein Nadelkranz K 16x20x10 (SKF), der in einem Außenring sitzt, der nicht mehr erhältlich ist. Abgesehen davon sind alle Motorlager und Wellendichtringe dieselben wie bei den späteren V50 Modellen.
Bei den frühen ersten Serienmodellen gibt es eine andere Bremsgrundplatte, die mit M6 Stehbolzen verschraubt ist. Spätere Bremsgrundplatten passen nicht, und auch die erhältlichen Papierdichtungen sind nicht kompatibel aufgrund der anderen Position der Stehbolzen. Außerdem werden andere Bremsbeläge (für 135 mm) benötigt, da auch die Bremstrommel anders ist.
Die Originalbedüsung des 16.10er Dell'orto SHB-Vergasers ist: HD 52, ND 38, CD 50.
Der Auspuff ist etwas anders gestaltet, mit einem Auslassrohr über dem Falz, wobei ein normaler Auspuff dennoch passt.
Die frühen Modelle der Vespa weisen einige charakteristische Merkmale auf, die sie von späteren Versionen unterscheiden. Eine kleine Seitenklappe, die entweder steckbar ist oder in einer Blechführung eingehängt wird, ist ein solches Merkmal. Diese Klappe besitzt Rillen auf dem Verriegelungshebel, die längs zum Hebel verlaufen, ein Detail, das bis etwa 1971/72 beibehalten wurde.
Beim Rahmen fällt auf, dass dieser hinten um einige Zentimeter höher gezogen ist als bei späteren Modellen. Das Trittblech schließt dabei bündig mit der Karosserie hinter der Traversenschraube ab, wobei der Winkel am hinteren Teil des Trittbretts anders gestaltet ist.
Das Beinschild ist ähnlich dem der späteren Modelle, allerdings unterscheidet sich die Art und Weise, wie die Karosserie zusammengeschweißt ist. Interessanterweise fehlt am Beinschild die Aluminiumkante, die bei späteren italienischen Modellen oft zu finden ist.
Ein weiteres Merkmal ist das viereckige Emblem über der Kaskade, das bis zur Einführung des sechseckigen Emblems im Oktober 1967 verwendet wurde. Die Sitzgelegenheit bestand ursprünglich aus einem Schwingsattel, wobei eine Sitzbank als Sonderausstattung erhältlich war.
Der Tank der frühen Modelle war kürzer und hatte eine Aussparung für die Schraube des optionalen Schwingsattels, die in eine Strebe hinter dem Werkzeugfach geschraubt wird. Dies führte zu einem größeren Werkzeugfach.
Eine weitere Besonderheit ist die Querstrebe unter der Sitzbank.
Die allerersten Serienmodelle wiesen noch eine Strichmarkierung statt eines Punkts am Lenkkopf/Schaltrohr auf. Zudem gab es einen kleinen Unterschied oben am Lenkkopf, am Übergang zum Tacho.
Der Hauptständer dieser Modelle war dünner, ein Merkmal, das bis 1968 beibehalten wurde.
Was die Beleuchtung betrifft, so hatten die frühen Modelle ein Rücklicht mit einem Mini-Alugussgehäuse und einem in Aluminium eingefassten Reflektor oben. Ab der Seriennummer *049127 wurde das Rücklicht komplett aus Plastik gefertigt, wobei der Reflektor nun unten und ebenfalls in Aluminium eingefasst war.
Bei den italienischen Modellen der Vespa V50 wurden durchgängig 9-Zoll-Räder verwendet. Dieses Merkmal blieb über die Jahre unverändert und ist charakteristisch für dieses Modell.
Nach wie vor ist dieses Modell in all seinen Varianten zu einem halbwegs vernünftigen Preis gut verfügbar. Wo suchst du nach diesem Fahrzeug?
Beim Vespa-Händler deines Vertrauens
Kleinanzeigen der Lokalzeitung
Märkte und Messen wie z. B. Mostra Scambis in Italien
Onlinemarktplätze wie www.mobile.de, www.autoscout24.de usw.
Farbe | Name | Max Meyer Code | Info |
|---|---|---|---|
Verde 301 | 1.298.6301 | 1963 | |
Grigio ametista | 1.298.8710 | 1964 | |
Rosso 847 | 1.298.5847 | 1964 | |
Azzurro chiaro | 1.298.7400 | 1966 | |
Rosso 850 | 1.298.5850 | 1966 | |
Verde chiaro | 1.298.6303 | 1966 | |
Verde mela | 1.298.6302 | 1966 | |
Azzurro acquamarina | 1.298.7305 | 1966 | |
Turchese | 1.298.7240 | 1966 | |
Giallo Positano | 1.298.2902 | 1966 | |
Chiaro Di Luna | 1.268.0108 | 1966 | |
Alluminio | 1.268.0983 | div. Anbauteile | |
Grigio | 8012M | Rostschutz/Grundierung |
Unsere Online-Explosionszeichnungen für Motorroller erleichtern euch die Suche nach dem passenden Teil erheblich. Jeder Artikel ist exakt dem entsprechenden Fahrzeug zugewiesen, mit Baujahr und Angabe der Fahrgestellnummer. Aus unseren Expo-Listen kann man direkt zu den Ersatzteilen navigieren, auf denen für fast jedes Teil dann noch ein Foto sowie eine Beschreibung zur Verfügung steht. Umgekehrt kommt man vom Artikeldetail auch wieder in die zugehörige Explosionszeichnung.