Umbau: Vespa VBA 150 „DeepStance“
Hallo zusammen, ich bin Daniel aus Aachen, und ich möchte euch heute mal meine Vespa VBA 150 Baujahr 1959 vorstellen, die ich zu meinem ganz persönlichen „DeepStance“-Projekt umgebaut habe. Bevor ich richtig loslege, erstmal ein dickes Dankeschön an meine „rechten und linken Hände“, die mich in den letzten Wochen und Monaten mit Rat, Tat und teils schmutzigen Fingern unterstützt haben: Michael Zinnen (alias Z-Design), Michael Zocher (alias rusty.hangar) und natürlich Tim Wenzel. Ohne euch wäre das alles nur halb so locker gelaufen – also danke, Jungs!
How Low Can You Go?
Warum „DeepStance“? Nun, die Idee war, eine Oldie diesen Formats mit einem 12 Zoll Fahrwerksumbau zu realisieren. Die Herausforderung war, dies so optimal zu lösen, dass das Resultat möglichst harmonisch wirkt und nicht „aufgebockt“ aussieht, wie in vielen anderen Fällen.
Deswegen wollte ich unbedingt eine tiefe Optik haben, ohne den Roller gleich „LowRider“ zu nennen. „Deep“ und „Stance“ haben mich angesprochen – einerseits steht „Stance“ im Tuningbereich für Fahrwerk und „Haltung“, andererseits passt es einfach zu meiner persönlichen (Vespa-) Einstellung. Und tief ist sie definitiv geworden! Ich habe eine PK-Gabel um 5,5 cm gekürzt, den Stoßdämpfer maximal tief gebaut (von 1450 mm ist die Rede – ihr könnt euch vorstellen, wie knackig das dann aussieht), und hinten das kürzeste Distanzstück eingesetzt. Fertig ist die Tieferlegung, die in meinen Augen echt ordentlich rüberkommt und technisch sauber ausgeführt ist.
Doch damit nicht genug. Damit ich auch wieder zum Stehen komme, habe ich mir eine Zelioni Bremsscheibe gegönnt. Die Bremszange stammt allerdings von der Konkurrenz – ich hoffe, ihr verzeiht mir diesen kleinen Ausrutscher. Für die Optik habe ich beim Reifen auf 110/60-12 gesetzt. Mit diesem Super-Niederquerschnitt wirkt das Rad zwar deutlich größer, bleibt aber beim Umfang nur minimal über dem Standard 10-Zoll-Rad. Perfekt, wenn man diese Zwischengröße fahren will, ohne dass es gleich wie ein überdimensionales 12-Zoll-Rad aussieht.
Unter dem Blechkleid schlummert ein LML-Block mit VMC Chrono und einer 62er SIP-Welle, dazu eine statische Vape-Zündung, FalkR Sybille Auspuff mit Knalldämpfer, Membran und ein 28er VHST-Vergaser, der mithilfe einer Benzinpumpe gefüttert wird. Letzteres war übrigens ein Muss, weil durch die Tieferlegung und die leicht veränderte Chassis-Geometrie teilweise bei nur drei Litern im Tank nix mehr an Sprit am Vergaser ankam. Ein kleines Problem – dank Benzinpumpe aber schnell gelöst.
The Final Touch

Zu guter Letzt habe ich dem genialen SIP- Tacho noch einen persönlichen Touch verpasst. Ich habe ihn zerlegt (schwitzige Hände inklusive) und das Inlay komplett neu gestaltet. Die geplottete Folie kam von Michael Zinnen (wer sonst), und den LED-Birnchen habe ich mit ein bisschen Blinker-Lack einen gelblichen Touch verpasst. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen, finde ich.
Soweit mein kleiner Bericht aus Aachen. Ich bin superhappy mit meinem „DeepStance“-Umbau – tief, cool, aber trotzdem noch alltagstauglich genug, um mit einem breiten Grinsen durch die Stadt zu rollen. Und nochmal ein dickes Shoutout an meine Vespa-Buddys, ohne deren Hilfe das alles nur halb so gut (oder gar nicht) geklappt hätte.
Cheers aus Aachen,
Daniel
