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Eurolambretta 2024, Magny-Cours, Frankreich

Erstellt von Dietrich Limper um 08:16 Uhr am 21. Juni 2024

Die Gemeinde Magny-Cours im französischen Département Nièvre würde mit seinen rund 1.400 Einwohnern wahrscheinlich in der Bedeutungslosigkeit versinken, gäbe es dort nicht die berühmte Rennstrecke „Circuit de Nevers Magny-Cours“, auf der von 1991 bis 2008 Formel 1 Rennen ausgetragen wurden. Roller-Racer hingegen können sich auch dieses Jahr wieder auf die „10h Endurance Challenge Scootentole“ freuen, die im September auf dem Rundkurs stattfindet.

In diesem Niemandsland wurde es vom 14. bis 16. Juni 2024 sehr lebendig, als sich rund 1.200 Freunde der Lambretta-Roller einfanden, um die 33. Eurolambretta zu zelebrieren. Nachdem wir bereits letztes Jahr eine SIP-Crew zur 32. Eurolambretta nach Lincoln, UK, geschickt und damit nur gute Erfahrungen gemacht hatten, stand schnell fest: Ana, Max, Nico und Robert werden den SIP-Sprinter beladen und die rund 800 Kilometer fahren, um in Magny-Cours mit dabei zu sein.

Am Donnerstag, 13. Juni, ging die Reise um 06.00 Uhr los und schon zehn Stunden später konnte der Transporter auf französischem Boden wieder entladen und unser Stand aufgebaut werden. Auf der Reise gab keine besonderen Vorkommnisse, der erste Teil der Mission wurde souverän und unfallfrei erfüllt.

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Alles fertig!
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Der Hauptgewinn der Tombola

Eine Lambretta für 15.000 Euro

Ausrichter der diesjährigen Eurolambretta war der Lambretta Club France rund um Präsident Tony Tessier. Ein vielfältiges Programm wurde auf die Beine gestellt: Werkstatt, Leistungsprüfstand, Gymkhana, Filmvorführung, Custom Show, Tätowierer, verschiedene Ausfahrten, Chopper Präsentation sowie natürlich Speis und Trank, DJs, Livemusik und allerlei anderes. Highlights waren außerdem ein Ballonflug mit der legendären „Lambrettair“ sowie die Tombola, bei der eine Lambretta aus dem Hause Casa Performance im Wert von 15.000 Euro gewonnen werden konnte. Zentrum der Veranstaltung war das „Agropôle du Marault“ mit Zeltplatz, Hallen, Speisesaal, Parkplätzen, Bars und allem anderen, was man sich nur wünschen kann.

Wir hatten unseren Stand im sogenannten „Eurolambretta Market“ aufgebaut und konnten uns über mangelnden Besuch nicht beklagen, was nicht nur an dem 30-Liter-Fass mit kaltem Augustiner Bier lag, das frisch gezapft wurde. Jedenfalls war es gut, dass Ana sechs Sprachen fließend spricht, denn die Gäste kamen aus 18 Nationen, darunter weit entfernte Länder wie Kanada, USA, Australien und Argentinien. Und sehr zur Freude eines Besuchers aus Barcelona konnte sie sogar ihr Katalanisch benutzen. Ana erinnert sich: „Für mich war es ein tolles Fest und Zeichen der Völkerverständigung. Alle haben das gleiche Hobby und alle verstehen sich.“

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Wunderschöne Lambrettas ...
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... in allen Formen und Farben

Eine gemeinsame Sprache: die Lambretta

„Das Interesse an unseren Produkten war sehr groß und die Stimmung ausgesprochen freundlich und entspannt“, erinnert sich Max an die Tage mit den Lambretta-Liebhabern. Das Fest gipfelte schließlich im Gala Dinner am Samstag abend, bei dem unsere Crew an einem Tisch mit Italienern unterkam, die gerade auf ihren Handys das 0:1 gegen Albanien bei der Fußball Europameisterschaft verfolgten. Ende gut, alles gut – die Italiener drehten das Spiel und das gemeinsame Abendessen war ein voller Erfolg.

„Die Leute kommen aus aller Herren Länder und verständigen sich mit Händen und Füßen“, schildert Nico seine Erfahrung. „Man spürt überhaupt keine Rivalitäten. Es ist einfach angenehm und schön.“ Am Sonntag wurde alles wieder in den Sprinter verfrachtet, tränenreich Abschied genommen und die Heimfahrt verlief zum Glück ebenso ereignislos wie die Anreise. Und wie immer gilt: Nach der Eurolambretta ist vor der Eurolambretta, denn der nächste Termin steht schon fest und bietet wieder ein sehr attraktives Reiseziel:

Eurolambretta 2025 Ayr, Schottland, 26. bis 29. Juni 2025.

Wie sagt unser Veteran Robert: „Einmal Eurolambretta, immer Eurolambretta. Ich bin dabei!“

Bildergalerie: Eurolambretta 2024

Kurz Video zur Eurolambretta 2024

Dietrich Limper

Dietrich Limper arbeitet als Redakteur für SIP Scootershop, außerdem schreibt er für lokale und überregionale Publikationen. Wenn er nicht gerade Geocachen geht, genießt er die Erinnerung an die Deutsche Meisterschaft von Bayer Leverkusen.

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