SIP Scootershop Açık Günü 2023
Unser Blick ging die ganze Woche gen Himmel und wir beobachteten die Wettervorhersagen wie Banker die Aktienkurse. Am Donnerstag waren die Temperaturen noch herbstlich und auch am Samstagmorgen saßen wir noch fröstelnd auf dem Roller. Doch gegen 11 Uhr riss der Himmel auf und die Sonne strahlte über dem SIP Scootershop Headquarter. Keine Sekunde zu früh, denn es war mal wieder SIP Open Day!
Und was sollen wir sagen!? Es war ein fantastischer Tag, den wir mit Freunden, Gästen, Lieferanten, Clubmitgliedern, Racern, Sonntagsfahrern, Bastlern und Rollerfans verbringen durften. Wir schätzen, dass im Laufe des Tages rund 2.500 Leute kamen und wir haben uns über jeden und jede gefreut. Sie kamen aus dem Norden, Süden, Westen und Osten dieser Republik. Sie kamen aus der Schweiz, Kroatien, Österreich, Holland, Belgien, Frankreich, Bosnien, Belarus und sogar Israel. Sie kamen mit dem Pkw, Fahrrad, Wohnmobil, Zug, Flugzeug sowie Vespa, Lambretta und anderen Zweirädern.
Im SIP Flagshipstore war die Schlange an der Kasse fast ebenso so lang wie am Grill und Pizzaofen. Dutzende PS-Freaks warteten geduldig mit ihren Rollern auf den Leistungstest am Prüfstand. Oder sie löcherten die Fachleute bei PINASCO, EGIG PERFORMANCE und NISA mit ihren Fragen. Für kalte und heiße Getränke war gesorgt, ein Eis ging immer und DJ Leo Ernst legte im 60ies Style mit echten alten Vinyl Platten auf. Ganz mutige wagten sich auf die Matscho Karatscho Cross-Strecke und drehten mit der Vespa eine Runde. Wieder andere aalten sich in der Sonne und führten angeregt Benzingespräche. Freunde, es war ein Fest und mal wieder viel zu schnell vorbei!
Wir bedanken uns beim gesamten SIP Scootershop- und SIPERIA-Team für die großartige Organisation und unermüdlichen Einsatz. Wir hoffen, dass alle Aussteller, Clubs, Hersteller und Händler im nächsten Jahr wiederkommen. Und wir bedanken uns natürlich ganz besonders bei allen Besuchern und hoffen, ihr bleibt uns gewogen. Wir werden den SIP Scootershop Open Day 2023 jedenfalls nicht so schnell vergessen.
Um euch einen kleinen Eindruck zu vermitteln haben wir einige Stimmen gesammelt, viele Fotos gemacht und ein SIP TV Video gedreht. Wir wünschen viel Vergnügen!
Michal & Raaz, Jerusalem, Israel

Diese beiden jungen Männer haben mit Abstand die weiteste Anreise hinter sich, denn von Jerusalem nach Landsberg sind es krasse 2.700 Kilometer Luftlinie. Da können wir nur hochachtungsvoll unseren Helm ziehen. Daheim haben sie eine Vespa PX 200 in Betrieb und bauen außerdem eine Vespa Sprint auf. Der Motor fehlt allerdings noch.
„Wir wollen hier auch ein paar Teile einkaufen und mitnehmen, denn bei SIP finden wir die besten Teile der Welt“, sagt Raaz und dieses Kompliment nehmen wir natürlich gerne entgegen. Michal schildert die weiteren Reisepläne für ihre Woche in Deutschland: „Wir möchten uns noch das Porsche und Mercedes Museum in Stuttgart anschauen, aber hauptsächlich sind wir wirklich wegen des Open Days gekommen. Wir sind echt begeistert von allem, was wir hier sehen und erleben dürfen.“
Wir hoffen, die beiden hatten noch eine gute Zeit auf ihrem restlichen Trip durch unsere Republik und würden uns natürlich freuen, sie im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Vielleicht machen sie sich ja dann mit der PX 200 und Sprint auf den langen Weg. Dann hätten sie schlanke 3.800 Kilometer zu bewältigen. Haut rein, Jungs!
Bojan & Mirjana Cetojevic, Banja Luka, Bosnien und Herzegowina

Bojan: „Wir sind von Banja Luka mit dem Flieger nach Memmingen gekommen und von dort weiter nach Landsberg. Ich bin seit fünf Jahren Händler für Vespa-Teile und hatte immer Probleme die Sachen zu bekommen, auch weil es sehr kostspielig ist, die Ware nach Bosnien zu verschicken. Mit SIP Scootershop bekomme ich endlich alles aus einer Hand. Wir planen seit zwei Jahren, SIP zu besuchen, aber es fehlte immer die Zeit. Aber heute hat es endlich geklappt und wir haben vor, hier regelmäßig vorbeizukommen (lacht).“
„Ich habe keinen richtigen Shop in Banja Luka, sondern verkaufe viel über Instagram. Die Leute in Banja Luka kennen mich und wissen, dass sie von mir Teile kaufen können. Im Jahr 2012 habe ich den Vespa Club Banja Luka ins Leben gerufen, übrigens der erste Vespa Club in Bosnien überhaupt. Wir haben mit drei Mitgliedern angefangen und sind heute über 30, aber die sind nicht immer alle aktiv. Meine persönliche Sammlung besteht aus zwölf Vespen. Darunter eine Primavera, mehrere 50er, eine Vespa 200, natürlich eine GTS und meiner Frau habe ich eine Vespa zur Hochzeit geschenkt. Die Straßen in Bosnien sind leider wie in Afrika (lacht) und dafür ist die Vespa nicht gemacht.“
„Wir sind zum SIP Open Day gekommen, um einen Freund vom Vespa Club Reutlingen zu treffen und um neue Menschen kennenzulernen. Außerdem möchte ich gerne ein paar Teile kaufen und mit meiner SIP-Betreuerin Zsofia reden. Dieses Jahr sind wir alleine gekommen, aber nächstes Mal kommen wir mit unseren Rollern und bringen viele Freunde mit. Von Banja Luka sind es knapp tausend Kilometer bis Landsberg und das ist doch für einen Vespa-Fahrer keine Entfernung (lacht).“
Volha & Kalev Aleinik, Minsk, Belarus (Weißrussland)

Volha: „Wir sind hier vorbeigekommen, weil wir unseren Sohn besucht haben, der in Pilsen in Tschechien studiert. München wollten wir auch besuchen und dann hat uns Ralf zum Open Day eingeladen. Das ist einfach großartig, denn nun können wir viele Menschen treffen und viele Vespas bestaunen.“
Kalev: „Wir haben in Minsk eine kleine Vespa-Gang namens „Root Boys“ und pflegen die Tradition, dass wir jedes Jahr eine größere Ausfahrt machen. Wir waren bereits in Italien, Ungarn, Kroatien, Tschechien, Österreich und bei vielen anderen Vespa-Treffen in Europa. Wir waren auch schon einmal hier in Landsberg, aber noch nie zum Open Day.“
Volha: „Momentan ist es sehr schwierig über die Grenzen ins Ausland zu kommen. Die Schlange am Grenzübergang war gewaltig und wir haben zehn Stunden warten müssen, bevor wir endlich Belarus verlassen konnten.“
Kalev: „Unsere Gang in Minsk hat derzeit acht Mitglieder, aber wir sind wie eine Familie. Die Vespa ist in Belarus leider nicht sehr populär, aber ich liebe sie und auch die ganze Kultur, die damit verbunden ist. Ich fahre eine Vespa PX Custom und schraube ständig daran herum. Wer möchte, kann sie sich auf Instagram anschauen. Es ist die mit den zwei roten Sitzen. Teile für die Vespa zu bekommen ist nicht ganz einfach in Belarus, aber zum Glück haben wir unseren Freund Ralf bei SIP, der uns immer wieder hilft.“

Uwe, Mario und Kai, ‚Vespisti Leipzig‘

Kai: „Wir sind die ehemaligen ‚Schaltpiloten‘ und haben uns nun mit anderen Vespa-Fans zu den ‚Vespisti Leipzig‘ zusammengeschlossen. Wir sind allerdings heute mit dem Auto gekommen, denn wir gehen heute Abend noch mit anderen Freunden zum Fußball beim FC Bayern gegen Leipzig. Bei den Vespisti sind wir um die 35 aktive Mitglieder.“
Uwe: „Im Osten hat Vespa keine große Tradition, denn wir waren alle Simson-Fahrer. Wir haben alle noch mehrere Modelle daheim. Aber mittlerweile habe ich zusammen mit meiner Frau vier Vespas: zwei moderne 250er, eine VNB von 1964 und eine Vespa Super von 1966.“
Kai: „Ich fahre eine FaroBasso und meine Frau ist mittlerweile auch auf Vespa umgestiegen. Wir waren noch nie beim Open Day und sind happy, dass wir hier vorbeigeschaut haben. Das ist genau das richtige für uns. Wir bestellen unsere ganzen Ersatzteile bei SIP, also mussten wir uns das hier unbedingt mal anschauen und sind echt begeistert.“
Fredi, Vespa Club München
„Ich bin heute mit einem ganz besonderen Gefährt zum Open Day gekommen, nämlich mit meiner Ape Calessino Diesel, von der nur 800 Stück gebaut wurden. Meine Frau war genervt davon, dass ich jeden Tag an meinem 2CV geschraubt habe, und sie hat mich gefragt, ob ich nicht diese Calessino kaufen möchte. Also musste ich das machen und habe sie sehr günstig am Bodensee bekommen. Es ist heute nicht ganz leicht die Ersatzteile zu bekommen, denn Piaggio hat den Support eingestellt. Mit Rückenwind schafft die Ape immer noch 60 Kilometer in der Stunde. Aber es geht ja eh immer mehr um die Reise an sich und ich habe keine Eile.“
Christian „Tüte“ Laufkötter & Uwe Bödicker, Vespa Club von Deutschland

Christian (Vize): „Wir sind seit einigen Jahren beim Open Day dabei und es ist jedes Jahr ein großer Spaß. SIP ist einer unser wichtigster Partner und sind sehr froh euch an unserer Seite zu haben. Die Community kann ohne die Unterstützer in der Szene nicht existieren. Als Dachverband bieten wir den Clubs einen Service, den wir ohne euch gar nicht leisten könnten. Mit Ralf und Alex habe ich über die Jahre ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und wir fühlen uns hier beim Open Day einfach pudelwohl. Die Verbindung innerhalb der Szene hat nach wie vor Bedeutung und wird von euch immer noch gelebt. Das ist einfach schön. Durch Events wie den Open Day werden die Vespa-Fans auf das Club-Geschehen aufmerksam. Allein heute habe ich hier schon mit drei oder vier Gruppierungen gesprochen, die Interesse daran haben, einen Club zu gründen.“
Uwe (Präsident): „Ich war schon mehrmals hier und habe die Werksführung mit dem Chef persönlich machen dürfen. Wir genießen einfach den Tag hier und freuen uns mit SIP zu feiern. Wir kommen immer wieder gerne vorbei.“
Florian „Specki“ Speckhardt, Drummer bei „In Extremo“ und Vespa-Fahrer, Berlin
„Für mich ist der SIP Open Day die Gelegenheit meine Heimat zu besuchen und viele Freunde zu treffen. Aber ich bin auch hier, weil ich meine Vespas und Mopeds verkaufen möchte: eine Motovespa Sprint 150 mit 200er PX Motor, schön getunt, fährt super und ist ein wunderschönes Objekt. Eigentlich will ich den Roller gar nicht hergeben, aber ich wohne in Berlin und habe aktuell zu wenig Zeit“.
„Die zweite Karre ist eine 50er von 1976, und dann noch zwei Ciao Mopeds mit 50 ccm. Interessenten gibt es bereits und ich rechne damit, dass mein Telefon in den nächsten Tagen heiß läuft. Einige Mitarbeiter von SIP sind einfach meine ältesten Freunde und besuchen mich gelegentlich in Berlin. Der Tag heute war sehr, sehr schön und die Vespaszene ist super organisiert. Ich glaube, man könnte hier locker noch fünf Tage weiter feiern und den Leuten würden die Gesprächsthemen nicht ausgehen. Ich wünsche allen eine gute Fahrt!“
Erich „Egig“ Oberpertinger, Klausen, Südtirol
„Ich bin nun bereits zum zweiten Mal aus Aussteller beim SIP Open Day und es ist mindestens so gut wie letztes Jahr. Das Wetter ist hervorragend, die Stimmung ist super – es könnte nicht besser sein. Ich muss mir echt die Zeit einteilen, damit ich hier mit jedem sprechen kann. Auch bei der Produktion daheim muss ich abwägen, was ich machen kann. Da kann es schon mal zu einem halben Jahr Wartezeit kommen. Bei einem 250er Motor kann es auch bis zu einem Jahr dauern. Und dann muss ich ja auch noch Videos mit dem Elvis von SIP drehen (lacht). Und das Beste in diesem Jahr ist, dass ich heute Abend nicht zurück nach Südtirol fahre, sondern ganz entspannt mit den Leuten von SIP feiern kann. Das wird eine gesellige Runde.“

