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SIP Mitarbeiter „Winston“ macht Musik

Creado por Dietrich Limper a las 12:04 el 13 de abril de 2021

Lange Zeit war es still um unseren „hauseigenen“ Rapper: Christian Seidl aka Winston. Seit dem letzten Album „waschecht“ sind schon fast vier Jahre vergangen. Aber seit Anfang März ist seine neue Single „Endorphin“ bei Spotify, Amazon oder iTunes zu hören. Der Mann mit dem sonoren Sprechgesang meldet sich mit einem Liebeslied zurück.

Bei SIP Scootershop gehört Christian mittlerweile schon fast zu den alten Hasen. Seit 2007 ist er für den deutschsprachigen Großhandel zuständig – gut möglich also, dass so mancher Kunde seine ganz exklusive Winston-Performance am Telefon erlebt hat. Außerdem ist Christian in die Organisation von SIP-Events eingebunden. Natürlich ist er privat auch auf zwei Rädern unterwegs: Er fährt eine 1976er Vespa Sprint Veloce mit einem PX 200 Motor und 211er Malossi Sportzylinder auf Membran.

SIP Mitarbeiter und Künstler Winston aka Christian Seidl

Doch zurück zur Musik: Endorphin – das Wort setzt sich zusammen aus „endogenes Morphin“ und bedeutet nichts anderes als „ein vom Körper selbst produziertes Opioid“. Auch wenn die Opioide seit Jahren zur häufigsten Todesursache in den USA geworden sind – Rapper Winston hat mit der Pharmaindustrie nichts zu tun. Sein Opioid ist die Liebe, wie er freimütig erzählt: „Wie es im Rap so üblich ist, habe ich reichlich Metaphern in die Strophen eingestrickt. Die lassen genügend Spielraum für Spekulationen. Im Refrain wird allerdings schon klar, dass es wohl um das Gefühl des frisch-verliebt-seins geht. Endorphin eben. Nicht nur Teenagerherzen dürfen beim Küssen Samba tanzen. Aber da möchte ich nicht unbedingt zu weit vorgreifen - selbst anhören ist Trumpf!“

Um einen geschmeidigen Piano-Loop herum perlt der Beat vom Bremer Produzenten Bjorn von Kalt. Den 43-jährigen Sprachakrobaten Winston scheint es amourös schwer erwischt zu haben – anders sind seine Rhymes nicht zu interpretieren. Wie ist der Track entstanden? Winston berichtet: „Mein lieber Kollege und Beatbauer Bjorn hat mir den Beat zu ‚Endorphin‘ geschickt und ich hatte direkt einen Roten Faden im Sinn. Ich wusste zwar nicht von Anfang an, wo der hinführt, aber ich bin ihm gefolgt. Die drei Strophen waren innerhalb von zwei Tagen fertig und wurden seitdem auch nicht mehr verändert. Der Chorus, der die Strophen miteinander verheiratet und ihnen Sinn geben soll, kam etwas später, fast wie von selbst.“

Der Rapper aus Landsberg ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits 1996 gründete er mit DJ Socka und Daster die „Chefetage“. Sie tourten durch Deutschland und veröffentlichten diverse Tonträger. Außerdem arbeitete er auf seinem Longplayer von 2017 mit DJ Stylewarz, PalOne, Donato, Tatwaffe, Spax und Flo Mega. Seitdem haben sich die Zeiten grundlegend geändert. Das Internet ist für die Distribution von Musik noch wichtiger geworden und physikalisch wird man „Endorphin“ niemals in Händen halten können. 

Leben kann und will er von seiner Musik gar nicht. Aber das findet nicht nur er gut so, sondern auch wir bei SIP Scootershop sind heilfroh, dass Christian uns als Mitarbeiter erhalten bleibt: „Ich muss keinen Release-Terminen oder Label-Vorgaben hinterher hetzen. Ich kann ganz einfach warten, bis mich die Muse wieder küsst und mich was Feines schreiben lässt. Wann das sein wird, weiß ich nicht. Ich lass mich überraschen.“

Diese Entspanntheit zeichnet auch „Endorphin“ aus. Winston beschwört treffende Metaphern und beeindruckende Bilder. Er variiert Reimtechniken und lässt seine Stimme wie ein Instrument auf den Hörer wirken. Wie würde er seinen Stil beschreiben? Hamburger Schule? Berliner Gangsta-Rap? Old School West Coast? Winston lacht: „Ich würde meinen Flow als relaxten Landsberg-Osthügel-Boom-Bap-Rap bezeichnen.“ Und etwas ernsthafter fügt er hinzu: „Es macht einfach Spaß, den Bleistift zu spitzen und mit Worten zu spielen. Wenn dabei ein rundes Stück Musik herauskommt, ist das großartig. Noch großartiger ist es, wenn sich die Leute das dann anhören können. Der Entstehungszeitraum vom Album von 2017 ging vom ersten Stück bis zur finalen Fertigstellung über zwei Jahre. Danach war erst mal Ruhe. Jetzt habe ich wieder Lust. Mal sehen wie viel Zeit diesmal vergeht, bis es mich wieder packt.“

Brandneu ist das Video, das seit wenigen Tagen online ist und in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Künstler Nguyen Anh Duc aka Ismilealot (https://www.ismilealot.net/) entstanden ist. Zu den Klängen von „Endorphin“ entsteht wie von Geisterhand gezeichnet ein cooles Artwork. 

Ein alter Bekannter, der Dortmunder Produzent SAL, hat sich ebenfalls in „Endorphin“ verliebt und liefert einen „Delicous Remix“ des Tracks, der die chilligen Elemente noch einmal besonders betont und die Hookline elegant verfeinert. Beide Videos sind in Winstons YouTube Kanal zu finden: https://www.youtube.com/user/winston77LL

Winstons Fans können sich freuen, denn in naher Zukunft wird er nicht nur von den Damen, sondern auch wieder von eben jener Muse geküsst. Neue Tracks schweben derzeit noch unfassbar durch den Äther und wollen von Winston eingefangen und zu Papier gebracht werden. Und nicht nur wir bei SIP Scootershop freuen uns darauf – Landsberg, Deutschland und der Rest der Welt können seinen „mellow vibe“ in diesen Zeiten gut gebrauchen. Denn im Gegensatz zu den Opioiden der Pharmaindustrie ist Winstons Sound eher heilsam – ohne tödliche Nebenwirkungen.

Instagram: https://www.instagram.com/winstonnr1/

Facebook: https://www.facebook.com/winston.rap

Webseite: http://winston.one/

Hier kann man Endorphin streamen:

iTunes - https://apple.co/3sOrydu

Amazon Music - https://amzn.to/3ebzXDG

Spotify - https://spoti.fi/3sOrI4A

Winston auf seiner geliebten Vespa Sprint Veloce in den italienischen Alpen
Dietrich Limper
Dietrich Limper

Dietrich Limper arbeitet als Redakteur für SIP Scootershop, außerdem schreibt er für lokale und überregionale Publikationen. Wenn er nicht gerade Geocachen geht, erträgt er stoisch die betrüblichen Eskapaden von Bayer Leverkusen.