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SIP Team-Blog

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SIP Crew & Friends at Stockach Scooter Race 2017


 

Legenden leben länger. Das gilt nicht nur für Menschen, die für besondere Leistungen einen unsterblichen Ruf erlangt haben, es gilt mitunter auch für Rollertreffen. Ein solch legendäres Treffen ist der Pfingstrun in Stockach. Eigentlich jedes Jahr auf Neue totgesagt, ist er inzwischen 24 Jahre alt geworden und erfreut sich immer noch riesiger Beliebtheit.

 

 

 

 

Für jeden, der sich für Vespa- und Lambrettatuning interessiert, gibt es zu Pfingsten nur eine Richtung an den Bodensee. Seit fast einem viertel Jahrhundert veranstalten die Lakescooters ihr Treffen mit Quarter Mile Rennen. Traditionell auch der erste Lauf zur Deutschen Blechroller Meisterschaft der neuen Saison.

 

 

In diesem Jahr lag Pfingsten spät im Jahr, was gutes Wetter in der Bodenseeregion versprach. Eine Kombination, die eigentlich ein Garant für hohe Besucherzahlen ist und hohe Besucherzahlen bedeutet in Stockach: wesentlich größer als alle anderen Treffen in Deutschland. Das liegt zum Teil auch daran, dass zur Abendveranstaltung auch die Einheimischen der umliegenden Dörfer sich auf den Weg zum Gelände an der Eschenbühlhütte machen.

 

 

 

 

Leider war die Wettervorhersage für den ersten Abend nicht sehr freundlich. Starkregen und Gewitter waren angesagt. Der Samstag war daher leider nicht so gut besucht wie gewohnt. Ab ca. 21,00 Uhr gab es stundenlangen Dauerregen. Der Stimmung auf der Tanzfläche tat das keinen Abbruch. Die Feier war zwar etwas kleiner als sonst, aber gewohnt gut.

 

 

Am Sonntag gab es leider noch vormittags einen Regeschauer, der zum Glück noch früh genug endete, dass die Strecke noch bis zum Start der Rennen abtrocknen konnte.

 

 

Gerade rechtzeitig, um einer weiteren Legende die Bühne zu öffnen. Der italienische Fahrer Stefano Scauri gehört ebenfalls zu den erfahreneren Semestern und zeigt, dass dies kein Nachteil sein muss. Die Legende im Geschäft der Sprintrennen war der besondere Überraschungsgast an diesem Wochenende. Gerhart Zsiga hatte ihn eingeladen mit seinem Roller an den Läufen teilzunehmen. Eine sehr spektakuläre Mischung, da der verliehene Roller sicherlich zu den 3-4 stärksten in der deutschen Szene gehört. Eine VespaSmallframe mit einem DEA Zylinder und 55PS. Stefano Scauri ist nicht nur etwas kleiner und leichter als die meisten deutschen Fahrer, er ist auch ein wirklich extrem guter und routinierter Pilot.

 

 

 

 

Dieses Gespann war dann auch Teil des Duells des Tages. Gleich in zwei Klassen standen sich Stefano Scauri und Christoph Cramer, der Schnellste in vergangenen DBM Jahr, im Finale gegenüber. Erst in der stärksten Smallframe Klasse 1 und dann in der offenen Klasse 4. Christoph Cramer, auf einer PK mit einem 250ccm Rotax Zylinder und 60 PS, konnte dem italienischen Stargast alles abverlangen und den Zuschauern eine sehr packende Show liefern. In beiden Klassen mussten beide dreimal gegeneinander fahren um einen Sieger ermitteln zu können. Während Cramer die Klasse 1 noch für sich endscheiden konnte, gewann Scauri, der sich immer besser an den fremden Roller gewöhnte, die Klasse 4. Damit war auch klar, dass das Spektakel zwischen den beiden an diesem Tag noch in eine dritte Runde geht. Ganz am Ende wurde noch des „Best of All“ der Klassensieger ausgefahren. Jetzt konnte Scauri sich endgültig die Krone des Tagesschnellsten aufsetzen und holte den Titel für sich.

 

 

 

 

Die Show, die die Beiden boten, war einmalig. Nach 200m fuhren sie mit Spitzengeschwindigkeiten von über 140 Km/H über die Ziellinie. Dabei benötigten sie nur 7,4 Sekunden, um dieses Distanz zurück zu legen.

Leider wurde das Rennen auch von einem Unfall überschattet. TrulsHerland stürzte bei etwa 150m, sein Roller ging in Flammen auf und musste von der Feuerwehr gelöscht werden. Wir wünschen Truls gute Besserung und hoffen, dass er bald wieder auf die Beine kommt.

 

 

Zurück am Zeltplatz, verlief der Abend ruhiger als der Nachmittag aber nicht weniger kurzweilig. Die Lakescooters hatten Moskovskaya, eine SKA Band aus Oberschwaben, gebucht. Der Platz vor der Bühne und das ganze Gelände vor der Eschenbühlhütte waren sehr gut gefüllt. In jedem Fall eine Besucherzahl, die einer Legende würdig war. Ein guter Ausklang für ein noch viel besseres Wochenende.

 

 

 

 

Im nächsten Jahr sind es 25 Jahre Stockach, das große Jubiläum. Mit Sicherheit denken sich die Lakescooters dafür etwas Besonderes aus. Ich kann es eigentlich kaum erwarten.

 

 

 

 


Eingetragen Jun 09 2017, 11:17 von alexm89
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