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Rain&Race 2013 - Land unter in Liedolsheim


Freitag, 31. Mai: Wir packen den Bus für's Run&Race. Haben wir alles dabei? Roller? Check. Werkzeug? Check. Warme Klamotten (deutscher Sommer)? Check. Regenreifen? Check. Alles klar. Wir können starten. Auf der Autobahn im strömenden Regen dann bereits die ersten Zweifel: 'Du... ich kann keine 50m weit sehen...' - 'Kein Problem. In Liedolsheim ist es trocken. Ich hab vorhin Bilder auf Facebook gesehen'.

 

Tatsächlich reißt es kurze Zeit später auf und das Gelände begrüßt uns leicht feucht, aber mit angenehm warmen Temperaturen. Wenig los ist rund um die Kartbahn, aber die Stimmung scheint prima. Also bauen wir Bus und Zelt auf, bringen die Roller zur technischen Abnahme und freuen uns auf das Wochenende. Freitag Abend dann bereits das erste Highlight der jungen Saison: Die Meisterschaftspokale 2012 werden verliehen und treten ihre Reise in die heimischen Vitrinen der Sieger und Platzierten an. Wir gratulieren an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich!


Samstag, 1. Juni: Plitsch platsch plitsch platsch. 'Das hört gleich auf'. Plitsch platsch platsch. 'Haben wir Gummistiefel dabei?' Platsch platsch platsch. 'Sag mal... Ist das ein See, da auf der Strecke?'

 

 

Ja, man kann wohl zurecht festhalten, dass sich dieser unsägliche Sommer am Wochenende selbst übertroffen hat, denn nein... am Renntag regnet es nicht. Es schüttet aus vollen Eimern. In Windeseile verwandelt sich das Fahrerlager in ein Feuchtbiotop und auch die Kartbahn selbst gleicht mehr einer Seenplatte, als einer Rennstrecke. Da ist guter Rat teuer. Die Trainingsläufe werden nach einer kurzen Testfahrt der Organisatoren ersatzlos gestrichen und die Feuerwehr rückt mit Pumpen an. Gut gemeint, aber angesichts der Wassermassen ein Kampf gegen Windmühlen.

 

Während einige Optimisten zum kurzentschlossenen Gummistiefelerwerb in den nahegelegenen Baumarkt fahren, richten sich die meisten Teams gedanklich bereits auf eine baldige Heimfahrt ein und beginnen zusammenzupacken...

Da folgt: Auftritt Rübeninspektor Nübel. Ich weißt nicht, wie Veit es organisiert hat, aber plötzlich ist ein benachbarter Bauer inklusive High-Performance Gülle-Powerpume zur Stelle und schnorchelt uns die Strecke frei. Großartig. Hut ab für so viel Organisationstalent und Hilfsbereitschaft! Um 13 Uhr dann eine weitere Fahrerbesprechung und das Fazit: Strecke trocknet. Go! Was dann kommt, hat man so auch noch nicht gesehen: Das Qualifying (30 Minuten mit ALLEN gleichzeitig auf der Strecke. Schluck) startet und der Himmel reißt auf. Während die Ladies im ersten Lauf noch die K58 angeschnallt lassen, wird bereits zwei Gruppen später das Roller-Schuhwerk gewechselt und es kann komplett auf Slicks gefahren werden.


Alles weitere kennen wir: Es wird am Kabel gezogen, gekämpft, geflucht, gewonnen, gestürzt, gejubelt. In der Klasse 1 hat erneut Maik (der anschließend auch in der K2 eine gute Figur macht) die Nase vorn. Die K3 gewinnt Andi souverän vor Lenki und Toni. Lambretta Lutz fährt in der K4 auf seiner (aktuell - wie ironisch! - sonnengelben) Lambretta auf Platz 2 hinter Eric; und Hiro zeigt in der Einheitsklasse erfreulich bestimmt, wo der Hammer hängt. Bei den Ladies will es die schnelle Gunda diesmal wissen und lässt es im wahrsten Sinne des Wortes krachen. Verletzt wird am Ende zum Glück niemand und Isa kann sich über einen weiteren Tagessieg freuen.

 


Ebenfalls Grund zur Freude hatte SIP Fahrer Markus Angleitner, der in Liedolsheim bereits den zweiten Tagessieg der Saison in der K2 für sich verbuchen kann. Auch sein Teamkollege Rob Leibfarth, dem in Frankreich zuletzt die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, meldet sich entschlossen in der Spitzengruppe zurück und fährt am Ende mit einem Laufsieg, Platz zwei der Tageswertung und der schnellsten Rennrunde (54,189) im Gepäck nach Hause.

Hier die Klassen im schnellen Überblick:

K1: 1. Maik, 2. Karoo, 3. Patrick
K2: 1. Markus, 2. Rob, 3. Maik
K3: 1. Andi, 2. Lenki, 3. Toni
K4: 1. Eric, 2. Lutz, 3. Thomas
K5: 1. Hiro, 2. Matthias, 3. Marc
K7: 1. Isa, 2. Gunda, 3. Sylvie

Die genauen Zeiten, Punkte, etc. gibt es in Kürze auf der offiziellen Website der ESC. Unsere Bilder vom Wochenende findet Ihr wie immer auf Flickr.

 

Wir bedanken uns bei den Organisatoren, Zuschauern und Teilnehmern, die sich die Freude an der Sache trotz grenzwertiger Rahmenbedingungen nicht haben nehmen lassen. Vor allem aber geht ein herzliches Dankeschön an die unermüdlichen Helfern, die es ermöglicht haben, dass das Rennen schließlich doch noch starten konnte. Wir sehen uns in zwei Wochen bei der Kurvenlage in Wackersdorf. Dann hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein mit Sunblocker und Flip-Flops im Gepäck.


Eingetragen Jun 03 2013, 12:32 von sibylvane

 
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