111597 Gäste, 1334 Mitglieder online.

Klassik Szene-Blog

  zurück zur Blogs Übersicht
 

Stoffis / SIP Rennteam Saison 2016


Jahresrückblick Stoffi’s Garage – SIP Scootershop Racing Team 2016

Wie schon in den vorangegangen Jahren, startet die Saison immer mit dem Langstreckenklassiker Spring Race (12 Stunden Rennen) in Kärnten. Unser Team bestehend aus Michael Pesendorfer, Markus Angleitner und Stoffi trat mit dem unveränderten Langstreckenroller befeuert von einem Quattrini Motor an und wollte wieder einen Sieg gegen internationale Konkurrenz einfahren. Wegen einem defekten Zündkerzenstecker hatten wir in den ersten Stunden immer wieder außerplanmäßigen Boxenstopps. Nachdem wir dieses riesen Problem erkannt und gelöst hatten stürzte, Michi und wir fanden uns nach 3 Stunden auf Platz 8 wieder. Das Niveau bei diesem Rennen ist mittlerweile extrem hoch und trotz aller Bemühungen konnten wir unseren Rückstand nur langsam aufholen. Zur Mittagszeit kratzten wir schon am Podium bis es gegen halb 3 anfing zu regnen. Das Wechseln auf Regenreifen funktioniert bei unserem Langstreckenroller relativ schnell und so konnten wir wieder Plätze gut machen. Dann wurde das Rennen wegen monsunartigen Regen für eine halbe Stunden unterbrochen. Nach Wiederaufnahme des Rennens konnten wir dem entfesselt fahrenden Gerin von Börny‘s Racing Team nicht mehr folgen und sicherten uns nach akzeptabler Leistung im Nassen Platz 2. 

 

 

 

 

Das erste Rennen der ESC Meisterschaft findet seit Jahren in Mirecout in Frankreich statt. Im Vorjahr konnte Angleitner Markus von unserem Team -  die Jungs von Parmakit und speziell ihrem Tuner Roberto Barone so beeindrucken, dass sie uns im Winter einen Werksmotor angeboten haben. Dass der Motor natürlich kurz vor dem Rennen fertig wurde, braucht nicht extra erwähnt zu werden – und so starteten wir mit einem eher mulmigen Gefühl ins schöne Frankreich. Das Training am Freitag zeigte, dass Markus wieder zu den schnellsten Fahrern zählt. Trotzdem musste er viel Schrauben um das Optimale aus seiner Vespa raus zu holen. Samstagvormittag im Qualifying brachte die Pole-position für Markus und einen enttäuschenden 10. Platz für Stoffi (der mit unserem Langstreckengerät auch in Klasse K2 unterwegs war). Dazwischen ein bunt gemischtes Fahrerfeld mit Startern aus Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich. Bei besten Bedingungen dauerten die Rennen zum ersten Mal 15 Minuten + 2 Runden, was eine zusätzliche Herausforderung der Reifen darstellte. Den Start des ersten Rennens erwischte Markus perfekt und konnte sich gleich zu Beginn an die Spitze setzten. Mit ein paar schnellen Runden war ein Abstand zu den Verfolgern aufgebaut, den er das lange Rennen über gut verwalten konnte. Seine stärksten Konkurrenten hatten technische Probleme, Rapf Christian von Undi’s Racing Team musste mit defekter Kurbelwelle aufgeben, Robert Leibfahrt konnte noch mit seinem Ersatzmotor im zweiten Rennen starten. Für Stoffi lief es am Start denkbar nicht gut, die schlechte Startposition konnte er nicht halten, da das schon beschädigte Getriebe nicht mitspielte und er mit Respektabstand das Rennen von ganz hinten aufnahm. Der am Ende erreichte 6. Platz war das Maximum. Im zweiten Lauf konnte Markus wieder einen Start/Ziel Sieg einfahren, für Stoffi lief es deutlich besser, er war in einer Kampfgruppe um Platz 3 positioniert, bis er in einer Rechtskurve ausrutschte.

 


Die nächste Station fand auf der Kartstrecke in Liedolsheim statt. Dieses Mal auch mit Michi, der in Frankreich aus gesundheitlichen Gründen fehlte. Der ehemalige K5 Meister konnte seine gute Trainingsleistung leider nicht umsetzten. Da er trotz sehr gutem Start in der ersten Kurve eingeklemmt wurde und mit einigen anderen Mitstreitern spektakulär abflog. Trotz des Sturzes konnte er noch auf Platz 8 vorfahren und seine gute Leistung im zweiten Lauf mit einem 3. Platz bestätigen. Markus dominierte die K2 -  das erste Rennen konnte er trotz nasser Rennstrecke souverän gewinnen. Im zweiten Lauf taktierte er hinter Rapf Christian von Undis Racing Team. Bis zur vorletzten Runde überholte Christian dann und sicherte sich den Sieg. Für Stoffi ging es in Klasse 2 im nassen auf Platz 4. Im Trockenrennen 2 nur auf Platz 8. 

 

Das Rennen in der Tschechei in Cheb war unglücklicherweise am gleichen Wochenende wie die Eurolambretta in Deutschland. Daher fehlten bei diesem Event doch einige Stammfahrer. Wie schon in den letzten Jahren verringert sich das Starterfeld von Jahr zu Jahr deutlich. Auch die zwei Griechen die einen 23 stündige Anreise hinter sich hatten, konnten den Trend nicht umkehren. Vom Rennen an sich gibt es nicht viel zu berichten. Michi zweimal 2. Platz in K5. Stoffi einen Sieg in K5 und einen Ausfall wegen gerissenen Benzinschlauchs. Markus einen 2. und einen 1. Platz in K2. 

 

 

 

 

Nach den ersten 3 Wochenenden sah es für Markus in K2 mit 5 Laufsiegen und einem 2. Platz nach einem leicht zu gewinnenden Meistertitel aus. Doch es kam anders. In Ungarn am Panoniaring kam er überhaupt nicht in die Gänge und fuhr mit zwei 4. Plätzen seine bisher schlechtesten Platzierungen ein. Anders bei Stoffi: von Cheb weg wieder Klasse 5 startend, kam es in Ungarn zu einen der besten Rennen in dieser Klasse überhaupt. In den beide Läufen entbrannte ein Battle der Superklasse zwischen Mike Betz, Achim Wolf und Stoffi. Getrennt von ein paar Hundertstel Sekunden brachte es Stoffi am Ende einen 2. und 3. Platz, Michi konnte nach gutem Start und einem mächtigen Rutscher Ende der 1. Runde das Tempo nicht mehr ganz mithalten.

 

Am Harzring Anfang September ging es ähnlich zur Sache wie in Ungarn, Markus konnte das Tempo an der Spitze nicht ganz mitgehen und sicherte sich einen 3. Platz im ersten Rennen. Das zweite Rennen war überschattet von einem schweren Sturz von Woldrich Mario vom Undis Team, der an der schnellsten Stelle des Kurses, am Ende der Start-Ziel Geraden, einen Bremsdefekt hatte und ungebremst in die Reifenstappel abflog. Das Rennen wurde dann abgebrochen und brachte Markus einen mehr als glücklichen Platz 2 ein. Mario hatte sich bei dem Sturz einen Wirbel gebrochen, mittlerweile ist er aber wieder wohlauf. Stoffi reiste mit so starken Rückenschmerzen an, dass er nicht einmal selbst das Rennmoped starten konnte und er auch im Training wenig zeigte. Doch durch Adrenalin gestärkt erkämpfte er einen 2 Platz im ersten und einen Sieg im zweiten Lauf, um drauf hin im Parc Ferme wegen zu wenig Quetschkante wieder disqualifiziert zu werden. 

Vor dem Saisonfinale in Italien am Raceway in Pomposa lag der Meistertitel für Rapf Christian schon bereit. Ein dritter Platz in einem der beiden Rennen sollte dazu ausreichen, noch dazu konnte Markus nicht dagegenhalten, da er dieses Rennen wegen der Geburt seiner Tochter versäumte. Aber wieder schlug der Fehlerteufel zu und der Motor von Christian wollte wie schon in Frankreich nicht so wie sein Fahrer. Ein eiligst eingebauter Reservemotor brachte auch keine Verbesserung. So wurde Markus zum 2. Mal Meister in der Königsklasse K2. In K5 lief es für Stoffi perfekt, zwei Laufsiege entschädigten für die harte Disqualifikation am Harzring. Michi konnte im ersten Lauf lange Platz 2 behaupten, schmiss aber leider das Moped Ende des Rennens weg und hatte im 2. Lauf nach guter Aufholjagd einen schlimmer Kolbenklemmer.

 

 

 

 

Rückblickend bleiben viele schöne Rennen, der Meistertitel von Markus und der fast Meistertitel von Stoffi in Erinnerung. Für die Zukunft wird es wegen den schwindenden Starterzahlen immer schwieriger werden, diese wirklich sehr attraktive Rennserie am Leben zu erhalten. Hier gehts zur offiziellen Webseite der Eureopan Scooter Challenge.

 

Hier für Euch das Setup von unserer K5 Renn-Vespa das sich sehr bewährt hat und eine tolle Leistung bei maximaler Haltbarkeit bietet - Eigenschaften die im Alltag auch viel Spass machen können.

 

 

Rennsetup ohne Fussdichtung ca. 12.5 PS

 

 

Straßensetup mit Fussdichtung und längerer Übersetzung, ca. 11 PS

 



Eingetragen Nov 14 2016, 01:54 von Ralf

 
  zurück zur Blogs Übersicht